Junge Talente

Das Musiktheater ist bekannt als Talentschmiede. Etliche Künstler*innen, die später bedeutende Karrieren machten, blicken auf entscheidende Erfahrungen im MiR zurück. Das Haus hat den Ruf Chancen zu geben und in offener, guter Atmosphäre künstlerische Entwicklung zu ermöglichen. Die Einrichtung des „Jungen Ensemble“ greift diesen Gedanken auf und lädt junge Künstler im Studium ein, für eine Spielzeit im MiR Ensemble Erfahrungen zu sammeln. Der fmt freut sich an diese Künstler Stipendien zu verleihen

Junge Talente: Camilo Delgado Diaz

Junge Talente: Camilo Delgado Diaz


In der Spielzeit 2020.21 fördert der fmt ein Mitglied des Jungen Ensembles mit 10.800 €:


Camilo Delgado wurde am 9. April 1992 in Kolumbien geboren. Zurzeit studiert er an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln bei Prof. Kai Wessel. Im Januar 2018 absolvierte er seinen Bachelor an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien bei Frau Prof. Claudia Visca. Camilo wurde im Jahr 2016 für ein Austauschprogramm am Konservatorium Santa Cecilia in Rom in der Klasse von Claudio di Segni ausgewählt. Daneben gewann er zahlreiche Preise, u.a. den zweiten Preis beim Nationalen Gesangswettbewerb von Kolumbien im Jahr 2011, den Spezialpreis der Jury für den jüngsten herausragenden Performer beim Johannes Brahms Wettbewerb in Pörtschach, Österreich im Jahr 2013 sowie das Stipendium „für das kolumbianische Volk im Ausland in der Ausbildung der Künste“. Im November 2019 gewann er den „Oronte“-Preis des „Voci Olimpiche“-Wettbewerbs und hatte die Gelegenheit, die Oper „Alcina“ unter der Leitung von Maestro Andrea Marcon im Teatro Olimpico di Vicenza aufzuführen. Meisterkurse besuchte er bei Professorinnen und Sängerinnen wie Francisco Araiza, Wolfgang Holzmair, Helmut Deutsch, Maree Ryan, Fernando Turina, Bertrand de Billy, Günter Haumer, Will Crutchfield, Maria Teresa Uribe, Dawn Upshaw, Rosa Domínguez, Jessica Rivera, Cesar Gutiérrez, David Lutz. In Bogota nahm er am Opern-Workshop der Universidad Central in verschiedenen Produktionen mit beachtlichem Erfolg teil wie: „Combattimento di Tancredi e Clorinda“, „Die Fledermaus“, „L’Enfant et les Sortilèges“, „Signor Deluso“, „Hand of Bridge“. Camilo Delgado trat bereits in bedeutenden Konzertsälen und Theatern wie der „Albert Hall“ in Canberra, Australien, dem „Wiener Konzerthaus“, dem „Schloss Schönbrunn Theater“, dem „Teatro Bogota“, dem „Teatro Julio Mario Santodomingo“, dem „Teatro Jorge Gaitan Eliecer“ und dem „Auditorio Teresa Cuervo“ auf. Im Oktober 2016 trat er in China mit dem Cheng-Du Symphonieorchester auf. Daneben arbeitete er drei Jahre lang als Sänger im Opernchor der „Opera de Colombia“.

Zur Website von Camilo Delgado Diaz

Foto: © St. Peter Photo s.r.l.

Junge Talente: Rina Hirayama

Junge Talente: Rina Hirayama


In der Spielzeit 2019.20 erfolgt eine Sonderförderung für ein zusätzliches Mitglied des Jungen Ensembles in Höhe von 10.800,00 €. Neue Stipendiatin des fmt ist Frau Hirayama: Sie ist Mitglied des Jungen Ensembles und Stipendiatin des fmt für ein Jahr.
Die japanische Mezzosopranistin wurde in Tokio geboren und absolvierte ihr Bachelorstudium an der Tokyo University of the Arts. Nach dem Studium sang sie bei verschiedenen Konzerten in Japan, die Rolle der Fidalma in Cimarosas „Il matrimonio segreto“ sowie Rosina in Rossinis „Il Barbiere di Siviglia” in Tokio.
Seit 2017 studiert sie an der Hochschule für Musik und Tanz Köln bei Prof. Brigitte Lindner.
Nach ihrem Debüt 2018 in der Rolle der Lapák („Das schlaue Füchslein “) in einer Produktion der Musikhochschule Köln am Theater Aachen wurde sie in der Spielzeit 2018.19 Stipendiatin der Theaterinitiative Aachen. Dort sang sie Dorabella („Così fan tutte“), Dido („Dido und Aeneas“), Curra („La forza del destino“), Stéphano („Roméo et Juliette“), Amélie („La Grande-Duchesse de Gérolstein“), im Vokalquartett in „A Quiet Place“ und im Jazztrio in „Trouble in Tahiti“ von Leonard Bernstein. In der Spielzeit 2019.20 ist Rina Hirayama Mitglied des Jungen Ensembles am MiR.
Sie liebt Deutschland und ganz besonders die Musik von Strauss und Rossini.

Foto: © Reinhold Krossa