Bühnenpreis 2021.22

Bühnenpreis 2021.22

Liebe fmt-Mitglieder,

machen Sie mit bei der Wahl zum Bühnenpreis 21.22, der Auszeichnung, die Sie als fmt-Mitglied exklusiv dem Musiktheater verleihen.

Diese Spielzeit war vielfältig, bunt und gespickt mit großartigen Produktionen. Welches Stück war Ihr Favorit? Neun Produktionen aus Oper, Puppensparte und Tanz stehen zur Wahl:

  1. Stadt der Arbeit
  2. Otello
  3. Jauchzet, frohlocket!
  4. Requiem / The lost ones
  5. Carmen
  6. Madame Butterfly
  7. Amphitryon
  8. Neues vom Tage
  9. Krabat

Kurze Ausschnitte aus den „Kandidaten-Produktionen“ bieten wir Ihnen nachfolgend an. Erinnern Sie sich noch, welche Aufführung Sie besonders beeindruckt hat?

Bitte wählen Sie bis zum 10. August per Mail an info@fmt-foerdert.de . Wir bedanken uns fürs Mitmachen und sind sehr gespannt, auf Ihre Entscheidung. Mit herzlichen Grüßen,

Ihr fmt-Vorstand

Stadt der Arbeit
Ein musiktheatralisches Projekt mit Gelsenkirchener Bürger*innen
von Volker Lösch und Ulf Schmidt
Uraufführung: 25. September 2021
Arbeits(-losen)realität in Gelsenkirchen – ein brennendes Thema. Ihre individuelle Geschichte stellen Laien
dar, authentisch, betroffen machend. Das Auftragswerk verknüpft diese Einzelschicksale und behandelt
ein gesamtgesellschaftliches Problem. Der intensive Spannungsbogen zwischen Laien und Profis auf der
Bühne verfehlt nicht seine Wirkung. Große Anerkennung und Begeisterung für Konzept und Umsetzung!

Otello
Oper von Gioachino Rossini
Premiere: 23. Oktober 2021
Muss Desdemona sterben? Das Premierenpublikum kann es trotz demokratischer Abstimmung nicht
verhindern. Dessen ungeachtet – Freunde der virtuosen italienischen Oper kommen bei dieser
bestens besetzten Produktion auf ihre Kosten. Spritzig und elegant verbindet sich das Orchester mit dem
Gesamtklang. Hornistin und Harfenistin präsentieren ihre Soli sogar auf der Szene. Die inhaltliche Klammer über die Epochen gelingt Regisseur Manuel Schmidt unaufdringlich, aber eindeutig, nicht zuletzt über das Bühnenbild.

Jauchzet, frohlocket!
Das Weihnachtsoratorium von J.S. Bach mit Werken von Carl Orff, Arvo Pärt, Hanns Eisler und Dario Fo
Premiere: 4. Dezember 2021
Hier kommt alles auf die Bühne, Opernensemble, Puppensparte, Chor. Auch die Musik schöpft aus dem
Vollen. Werke von Arvo Pärt, Carl Orff und Hanns Eisler fügen sich mit Bach`s Weihnachtsoratorium in einer szenischen Darstellung zu der großen Botschaft für Menschlichkeit im Hier und Jetzt. Mit der erlösenden Kraft der Musik und der Stille erlebt das Publikum eine berührende Weihnachtsgeschichte – religionsübergreifend.

Requiem/The Lost Ones
Tanzabend mit Choreographien von
Guiseppe Spota und Erion Kruja
Premiere: 15. Januar 2022
Ein intensives Erlebnis aus Oratorium und Tanztheater zum Thema Vergänglichkeit in eindrücklicher, reicher Kulisse. Die hervorragende tänzerische Ensembleleistung verbindet sich mit einer ergreifend
musizierten Totenmesse zu einem Gesamtkunstwerk und geht unter die Haut. Der Opulenz des ersten Teils steht die Kargheit und Zurückgenommenheit von „The lost ones“ gegenüber, eine wohltuende, ausdrucksstarke Kombination.

Carmen
Oper von Georges Bizet
Premiere: 13. März 2022
So bleiben Oper-Evergreens jung: Frisch, souverän und begeisternd die jungen Hauptakteure, ein
beeindruckendes Ensemble in gelungener Besetzung und eine mitreißende Philharmonie Westfalen. Die
Regisseurin Rahel Thiel macht aus dem klassischen Stoff eine packende Story um Selbstbestimmung und
menschliche Abgründe. Vielleicht konventionell – aber kein Kitsch. Diese starke Carmen steht zu ihren
Gefühlen und geht stolz ihrem Ende entgegen.

Madama Butterfly
Oper Giacomo Puccini
Premiere: 2. April 2022
Die Produktion unter Regie von Gabriele Rech überzeugt in ihrer zeitgemäßen Auslegung. Es ist hier
eine moderne junge Frau, die betrogen und verraten wird und sich am Ende dagegen zur Wehr setzt. Aus
der anfangs schüchternen Cio-Cio-San wird eine zunehmend selbstbewusste Persönlichkeit. Eine beeindruckende gesangliche und darstellerische Leistung!

Amphitryon
Tragikomödie von Heinrich von Kleist
Premiere: 8. April 2022
Hohe klassische Schauspielkunst verbindet sich mit Puppentheater zu einer faszinierenden Darstellung.
Wenn es um wahre Identität, um Verstellung und Versteckspiel geht, ist die Puppensparte das perfekte
Medium. Doppelgänger oder Original? Die Puppen verschaffen den Durchblick. Letztlich geht es um nicht
weniger, als um die Wahrhaftigkeit der eigenen Identität. Und das alles in der poetischen Sprache
eines von Kleist. Herausragende Leistung der Puppensparte und ihrem Ensemble!

Neues vom Tage
Lustige Oper von Paul Hindemith
Premiere: 7. Mai 2022
Pfiffig, unterhaltsam, munter sprudelnd – ist das nicht genau das Richtige an leichten Sommertagen? Das
MiR verwöhnt sein Publikum mit diesem Stück, denn es schenkt gute Laune auf hohem Niveau. Die Partien sind wieder einmal großartig besetzt, eine tolle Ensembleleistung! Die Oberflächlichkeit von Gefühlen, die Macht der Medien und fakenews – die Themen sind heute so aktuell wie ehedem und das
Publikum, hochbeglückt, kommt gut unterhalten auf seine Kosten.

Krabat. Oper von Himmelfahrt Scores und Coppelius

Premiere 5. Juni 2022

Die langerwartete Steampunk-Oper, so düster und rhythmisch unerbittlich getrieben, schlägt das Publikum in seinen Bann. Überwältigend die Kulisse, beeindruckend die enge Verflechtung von Musik und Darstellung auf der Bühne. Schemenhaft nimmt man das Orchester im Hintergrund wahr, gnadenlos scheint das Böse die Oberhand zu behalten, bis die Auflösung aller Bedrohung allein durch Liebe möglich wird. Das Publikum feiert die Vorführung!

Und nun: Treffen sie Ihre Wahl und senden Sie uns eine formlose Mail an info@fmt-foerdert.de . VIELEN DANK!